Farbenblindheit-Simulator

Sehen Sie, wie Menschen mit Farbsehstörung Ihren Entwurf wahrnehmen.

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Was ist Farbenblindheit?

Farbenblindheit ist der umgangssprachliche Begriff für eine Farbsehstörung, auch Dyschromatopsie genannt. Sie betrifft etwa 8 % der Männer und 0,5 % der Frauen, mit Unterschieden zwischen den Populationen. Meist entsteht sie durch eine Fehlfunktion eines der drei Zapfentypen der Netzhaut: L, M und S, die jeweils für lange, mittlere und kurze Lichtwellenlängen empfindlich sind. Rot-Grün-Störungen sind am häufigsten, wobei Deuteranomalie die häufigste Form darstellt. Menschen mit Deuteranomalie oder Deuteranopie können Grün, Rot und Braun nur schwer voneinander unterscheiden, ebenso weitere Farben mit Rot-Grün-Anteilen wie Orange, Violett, Rosa und Grau.

Warum sollten Designer auf Farbenblindheit testen?

Typische Designfallen sind rote Aktions-Buttons auf grünem Hintergrund, Karten mit rot-grüner Legende und Diagramme, in denen die Farbe die einzige Information darstellt. Für Hunderte Millionen Menschen weltweit, nach Schätzungen rund 300 Millionen, können solche Entwürfe schwer oder gar nicht lesbar sein. Die Simulation hilft, solche Probleme früh zu erkennen, bevor sie in den Druck, an die Fassade oder in die Kampagne gehen.

Wie funktioniert der Simulator?

Die Simulation nutzt das Modell von Machado, Oliveira und Fernandes aus dem Jahr 2009 (IEEE TVCG), einen physiologisch fundierten Algorithmus, der für 11 Stärkestufen (0–100 % in 10-%-Schritten) unabhängig für Protanopie, Deuteranopie und Tritanopie definiert ist. Zwischenwerte des Schiebereglers werden zwischen den zwei nächstgelegenen Matrizen aus der Arbeit interpoliert. Die Matrizen werden im linearen RGB-Farbraum angewendet (mit sRGB-Gammadekodierung am Eingang und Kodierung am Ausgang), was eine getreue Wiedergabe besonders in Mitteltönen und Schatten ergibt. Für Achromatopsie verwenden wir Luminanzkoeffizienten nach Rec. 709 im linearen Raum. Dies ist eine visuelle Vereinfachung; echte Achromatopsie umfasst auch Symptome wie Photophobie und verminderte Sehschärfe, und anomale Trichromasie (Protanomalie, Deuteranomalie, Tritanomalie) hat eine individuelle, ungleichmäßige Stärke.

Brauchen Sie ein barrierefreies Design? Wir gestalten es für Sie